Singvögel: Amsel

Die Amsel wird auch als Schwarzdrossel oder Merle bezeichnet. Die Kopf-Schwanz-Länge beträgt 25 cm, damit ist die Amsel fast so groß wie eine Taube. Die Männchen haben ein schwarzes Gefieder und einen leuchtend gelben Schnabel und gelb gefärbte Augenringe. Die Weibchen haben ein dunkelbraunes Rückengefieder und einen etwas helleren Brust- und Bauchbereich, worauf sich dunkle Flecken befinden.

Das Verbreitungsgebiet der Amsel geht über Europa und Nordafrika über weite Teile von Sibirien bis hin zu China. Zu den Besiedlungsgebieten zählen Wälder, Parks und auch Friedhöfe. Gerade in Mitteleuropa ist die Amsel oft auch in den Wohngebieten und Gärten zu Hause.

Amselhähne zwitschern lieber statt zu kämpfen

Die Männchen werden auch Amselhähne genannt. Sie besetzen Reviere und verteidigen diese auch energisch gegen männliche Artgenossen. Damit es gar nicht erst zu Revierkämpfen kommt, warnt die Amsel die männlichen Rivalen durch Gesang. Der Gesang dient gleichzeitig auch zum Anlocken der Weibchen. Die Amsel Weibchen ziehen pro Jahr 1-2 Bruten auf und legen je 4-5 Eier. Die Nester befinden sich oft in Hecken oder Sträuchern 1-1,5 Meter über dem Erdboden.

Die Amsel ist ein Allesfresser. Die Jungen werden aber vor allem mit Spinnen, Asseln oder Nackt- und Gehäuseschnecken gefüttert. Die Altvögel ernähren sich auch von jungen Eidechsen, Fröschen, Kröten und Blindschleichen. Sie plündern sogar die Gelege anderer Singvögel. Saftige und zuckerhaltige Pflanzen (Obst, Beeren) stehen auch ganz oben auf dem Speisezettel der Amseln.

Amsel gehören zu den Teilziehern. Darunter versteht man Zugvögel, die im Winter zum Teil am Vogelzug teilnehmen, zum Teil aber auch in den Brutgebieten bleiben (wie die Standvögel) oder nur unwesentlich ihre Heimat wechselt (wie Strichvögel).