Singvögel: Kohlmeise

Die Kohlmeise ist nahezu überall zu Hause: Mit Ausnahme von einigen Teilen Skandinaviens ist sie über ganz Europa, Vorderasien und Sibirien verbreitet. Außerdem nennt die Kohlmeise auch an die am Mittelmeer gelegenen Länder von Nordafrika ihre Heimat. Am liebsten hält sich die Meise in Wäldern, Parks, Streuobstwiesen und Gärten mit Gehölz- und Heckenbestand.

Während die erwachsenen Kohlmeisen immer Sommer fast nur kleinere Insekten sowie deren Larven und Spinnen fressen, kommen im Herbst Früchte, Nüsse und Sämereien dazu. Im Winter bleiben die Kohlmeisen in der Regel in ihren Brutgebieten. Gemeinsam mit anderen Meisenarten bilden sie auch schon mal kleinere „Schwärme“, um gemeinsam nach Futter zu suchen. Gefüllte Futterstellen (z.B. mit Sonnenblumenkerne und/oder ungesalzenen Fettstücken) und Meisenknödel werden in dieser Zeit gerne angenommen.

Sicherheit geht den Kohlmeisen über alles

Kohlmeisen gehen zur Sicherheit immer einige Meter entfernt von der Bruthöhle auf Nahrungssuche. Sicherheit geht vor, die Meisen wollen damit potentielle Nesträuber von ihrem Brutplatz fern halten. Die Futtersuche beginnt dann ca. 10-15 Metern entfernt. Wenn die Luft rein ist, geht es mit dem Futter dann schnell zum Brutplatz. Das ist für Gartenbesitzer mit Nistkästen manchmal ärgerlich, wenn die Kohlmeisen das Ungeziefer aus dem Garten des Nachbarns holen.

Die Tannenmeise (Periparus ater) ähnelt der Kohlmeise sehr stark und kann leicht mit ihr verwechselt werden. Unterscheiden lassen sich die beiden Meisen in der Farbe der Hinterhaupt- und Nackenfärbung. Bei der Kohlmeise sind diese schwarz und bei der Tannenmeise kommt ein breiter weißer Längsstreifen dazu.