Feldlerche

Die Feldlerche ist etwa 18 cm groß. Ihr Gefieder ist in Braun-Tönen mit schwarzbraunen Stricheln gezeichnet. Im Flug werden schmale weiße Hinterränder der Flügel sichtbar. Das unterscheidet auch die Feldlerche von den anderen Lerchen. In Erregung stellt sie die Scheitelfedern zu einer Haube auf (siehe Bilder).

Gattung

Die Feldlerche (Alauda arvensis) ist ein Vertreter der Familie der Lerchen (Alaudidae).

Nahrung

Die Feldlerche ernährt sich im Winter überwiegend von Pflanzenteilen und Samen und ab Mitte April von Insekten, kleinen Schnecken, Spinnen und Regenwürmern.

Stimme

Der Ruf der Feldlerche hört sich von rau (trr-lit oder triip) bis weich (trieh) an. Die Feldlerche kann auch imitieren, zum Beispiel einen Turmfalken.

Lebensraum

Die Feldlerche brütet im offenen Gelände mit weitgehend freiem Horizont auf trockenen bis feuchten Böden. Außerhalb der Brutzeit hält sich die Feldlerche auf abgeernteten Feldern, geschnittenen Grünflächen, Ödland und im Winter auch im Randbereich von Siedlungen auf.

Fortpflanzung

Die Feldlerche ist ein Bodenbrüter. Sie beginnt mit dem Nestbau und der Brut ab Mitte April. Das Gelege besteht meistens aus 3 bis 5 Eiern und die Brutdauer beträgt 11 bis 12 Tage. Nach 7 bis 11 Tagen verlassen die Jungen das Nest, können aber erst nach 15 Tagen fliegen und mit 19 Tagen selbständig Futter suchen. Unabhängig sind die Jungvögel dann mit etwa 30 Tagen. Bis Mitte Juli/Anfang August kommt häufig eine zweite Jahresbrut dazu.

Verbreitung

Die Feldlerche ist in ganz Europa bis Ostsibirien und Japan verbreitet. Ausnahme sind weite Teile von Nordskandinavien und Griechenland.

Bestand

In Europa gibt es schätzungsweise 40 bis 80 Millionen Brutpaare. Mit 4 bis 7 Millionen leben die meisten Feldlerchen in Polen. Der Bestand in Deutschland wird auf 1,6 bis 2,7 Millionen Paare geschätzt.

Gefährdung

Die intensivierte Landwirtschaft führte zu einem dramatischen Bestandsrückgang von zum Teil 50 bis 90 Prozent. Die ehemals sehr häufig vorkommende Feldlerche steht daher inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands.