Heimische Vögel im Garten

Der heimische Garten ist der Lebensraum von vielen Tieren, zu denen auch die Vögel zählen. Wer sich für heimische Vögel im Garten interessiert, möchte die kleinen gefiederten Gäste auch sicher erkennen können und mehr über die Lebensweise erfahren. Dazu möchte ich hier ein paar Informationen geben und (da ich gerne fotografiere) zugleich auch ein paar Bilder von unseren Gästen im Garten veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen!


Rotkehlchen | Blaumeise | Kohlmeise | Amsel

Mit etwas mehr Wissen über den Lebensraum der heimischen Vögel lässt sich der Garten so gestalten, dass die Vögel sich darin auch wirklich zuhause fühlen. Viele Vögel bleiben auch über Winter im Garten. Grund dafür ist die Thermoregulation, d.h. die Vögel können ihre Körpertemperatur aktiv regulieren und gleich warum bleiben. Dadurch überstehen die kleinen heimischen Freunde auch den Winter sehr gut. Die meisten Tiere bringen ihre Jungen lebend zur Welt. Alle Vögel legen Eier, es gibt davon keine Ausnahmen. Die Evolution hat die Vögel immer leichter werden lassen, was sich wiederum positiv auf die Flugfähigkeiten ausgewirkt hat. Das Skelett macht gerade mal knapp 10 Prozent vom Gesamtgewicht aus, während es bei Säugetieren fast ein Drittel des Gesamtgewichts ausmacht.

Weltweit sind 10.000 Vogelarten bekannt!

Mit über 5.000 Arten sind die Sperlingsvögel die artenreichste Vogelordnung. In Deutschland gibt es über 100 Singvögel Arten. Die Lebensräume können grob Agrarland, Siedlungsbereiche (z.B. den Garten) und Wald unterteilt werden.

Die Vögel unterscheiden sich grob in Zugvögel und Standvögel. Zugvögel fliegen im Herbst in weit entfernte Regionen und Standvögel bleiben auch im Herbst und Winter in ihrem Brutgebiet.

Standvögel

In Deutschland gehören unter anderem die Tannenmeise, die Kohlmeise, die Blaumeise, die Amsel, der Waldkauz und der Schwarzspecht zu den Standvögeln.

Zugvögel

Zugvögel verlassen im Herbst ihr Brutgebiet und ziehen in wärmere Regionen. Unterschieden wird in Kurz- und Langstreckenzieher. Wegen der Futterknappheit im Herbst und Winter verlassen die Vögel ihr Brutgebiet. Während der kalten Jahreszeit finden die Vögel zum Beispiel nicht mehr so viele Insekten und Spinnen. Die Vögel führen ihre Wanderung entweder allein oder in Gruppen durch. Die Routen auf dem Weg zum Winterquartier sind immer die gleichen. Der stark ausgeprägte Magnetsinn hilft den Vögeln zusammen mit dem Erdmagnetfeld bei der Orientierung.

Teilzieher

Es gibt noch eine dritte Kategorie, die Teilzieher. Das sind Arten, bei denen nur ein Teil der Vögel im Herbst in entfernte Regionen fliegt. Bekannte Beispiele für Teilzieher sind das Rotkehlchen und auch Stare. Wir haben derzeit beispielsweise ein Rotkehlchen über Winter bei uns im Garten mit den Jungen. Dieses Rotkehlchen gehört dann wohl zu den Standvögeln. Andere Rotkehlchen verlassen das Brutgebiet im Herbst im gehören dann zu den Zugvögeln. Wegen der globalen Erderwärmung werden immer mehr Teilzieher zu Standvögeln.

Der größte heimische Vogel ist der Kolkrabe (1,4 Kilogramm) und die kleinsten Vögel sind das Wintergoldhähnchen und das Sommergoldhähnchen. Bei wiegen etwa 5 Gramm.

Die Vögel mögen Hecken, Sträucher und Bäume. Viele Vögel bauen ihr Nest einige Meter entfernt von den Futterquellen (z.B. die Kohlmeise). Das kann schon mal dazu führen, dass die Vögel trotz Nistplatz sich mehr im Nachbargarten aufhalten und dort ihr Futter suchen.

Heimische Vögel: Bildergalerie